Gemeinsame Erklärung

zu den Missbrauch und die Münchener Studie

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Datum:
Do. 3. Feb. 2022
Von:
Claudia Gibbels-Tack

von Kirchenvorstand, GdG Rat und Pastoralteam St. Lukas und dem Pfarrer und dem GdG Rat St. Elisabeth:

Es war zu erwarten und doch ist das Ausmaß von sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen auch im Erzbistum München – Freising erschreckend. Uns erschüttert die hohe Zahl der Opfer sexualisierter Gewalt durch Priester und Personen in anderen kirchlichen Diensten.
Die Opfer leiden bis heute und leiden heute erneut durch die verheerende, systematische Vertuschung der Straftaten, das Nicht-Eingestehen von Schuld und den Schutz der Täter durch hochrangige Kirchenverantwortliche bis hin zum emeritierten Papst. Das ist in unseren Augen großes Unrecht und macht uns wütend angesichts des Engagements so vieler Menschen, die sich haupt- und ehrenamtlich darum mühen, die frohe Botschaft Jesu Christi glaubwürdig zu bezeugen.
Wir sind davon überzeugt, dass Glaube und Kirche ein Schatz sind, der dem Leben in den vielfältigen Situationen eine wirkliche Hilfe sein kann.
Es braucht eine Kirche, die Machtmissbrauch auch strukturell verhindert z.B. durch die Weiterentwicklung der begonnenen Präventionsmaßnahmen, durch mehr Beteiligung von Frauen und Männern und durch den offenen Umgang mit Fragen von Partnerschaft und Sexualität. Wir halten weiterhin fest an unserer Vision einer Kirche, die den Menschen dient, die ihre Strukturen verändert sowie ethische und moralische Fragen neu bewertet.